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Die dritte Einheit: 1 gegen 1 - Demotraining von und mit der Eisenbahner-Talente-Schule

vor 10 Minuten
3 Min. Lesezeit

Kinderfußball lebt von Bewegung, Begeisterung und Spaß am Sport. Damit sich die Kinder im Training und im Spiel weiterentwickeln, sind wir immer auf der Suche nach Möglichkeiten, unser Angebot zu verbessern. Einige unserer talentiertesten Spieler trainieren auch in der „Eisenbahner Talente Schule“ des 1. FC Lok Leipzig mit. Deshalb lag es nahe, einmal eine gemeinsame Einheit zu organisieren. Theo und Martin von Lok waren vor Ort und leiteten das Training gemeinsam mit unseren Coaches Marcel und Jochen.


Im Blog kannst du die wichtigsten Punkte eines Kindertrainings nachlesen. Außerdem findest du hier die Demoeinheit mit einem Video. Viel Spaß beim nachtrainieren! Dein FC Blau-Weiß Leipzig.


Was ein gutes Kindertraining ausmacht:


Bei uns steht nicht der starre Erfolg am Wochenende im Vordergrund, sondern die individuelle fußballerische Entwicklung jedes einzelnen Kindes. Ein modernes und zielführendes Kindertraining stützt sich dabei auf klare Eckpunkte:


  • Ballkontakte maximieren, Standzeiten minimieren: Jedes Kind braucht maximal viele Aktionen am Ball. Lange Schlangen an Stationen sind tabu.

  • Vom Kleinen zum Großen & vom Einfachen zum Schweren: Wir starten mit überschaubaren Feldern und einfachen Aufgaben, ehe wir Komplexität und Raum vergrößern.

  • Kurze Umbauzeiten: Durch eine smarte Organisation bleibt der Fluss im Training erhalten, und die Konzentration hoch.

  • Das richtige Coaching: Wir korrigieren statt zu kritisieren, coachen das, was wir im Moment sehen, und führen die Kinder durch gezielte Fragen selbst zur Lösung, anstatt ihnen alles stumpf vorzugeben.


Das oberste Gebot bleibt dabei immer: Spaß und Freude am Spiel!


Warum das 1-gegen-1 das Fundament im Kinderfußball ist


Wenn wir den modernen Fußball betrachten, fällt auf: Raumgewinn und Torabschlüsse entstehen fast immer aus erfolgreichen Eins-gegen-Eins-Situationen. Das 1v1 ist das Herzstück der Individualtaktik. Wer im Dribbling mutig ist, den Gegner bindet und mit Tempo attackiert, knackt jede kompakte Defensive. Im Kindertraining legen wir deshalb den Fokus gezielt auf das frontale 1v1 und das gegnerüberwindende Dribbling. Denn wer lernt, sich im engen Raum gegen einen Gegenspieler durchzusetzen, entwickelt Selbstvertrauen, Koordination und die nötige Spielintelligenz für alle höheren Altersklassen.


Das Demotraining in der Praxis: Der rote Faden


Unter dem leitenden Prinzip „Rücken des Gegners attackieren“ absolvierten unsere Spieler eine abwechslungsreiche 90-minütige Einheit mit einem Schwerpunkt auf Individualtaktik (1v1 frontal) und Gruppentaktik (Überzahlspiel/2v1).




Die Einheit gliederte sich in fünf strukturierte Phasen:


  1. Warm Up – „Capture the Leibchen“ (8–10 min): Aufgeteilt in drei Felder ging es im Aufwärmen direkt zur Sache. Die Angreifer versuchten, die Leibchen auf ihre Seite zu bringen, während die Verteidiger durch Abtippen oder Balleroberung konterten. Mit der Steigerung, den Ball am Fuß zu führen, standen Tempowechsel, Richtungswechsel und das Attackieren des Rückens sofort im Fokus.

  2. Funktionales Techniktraining (10–15 min): Hier wurden die technischen Grundlagen unter leichten Druckbedingungen geschult. Nach akustischen oder optischen Signalen des Trainers mussten die Spieler gezielt Hütchen an- und umdribbeln. Der Schlüssel lag hier auf der sauberen Finte direkt in Richtung Ziel sowie schnellen Richtungswechseln.

  3. 1v1/2v1 – „Chaos 1v1/2v1“ (20 min): Im Zentrum der Einheit stand das Chaosspiel im Viereck. Die Angreifer mussten zunächst ins innere Viereck dribbeln, um die Dribbeltore auf der gegenüberliegenden Seite zu erreichen. Durch das Nachschieben eines zweiten Balls durch den Trainer entstanden dynamische 2v1-Situationen, in denen blitzschnelle Entscheidungen gegen den Gegner gefordert waren.

  4. Spielform 1 – „Heiland-Rolle“ (20 min): In Teams mit je drei Spielern ging es auf Torejagd. Bei Balleroberung schalteten die Verteidiger sofort auf die Passtore um. Erzielten die Angreifer ein Tor, wechselten die Rollen – das nächste Team stand bereit. Hier stand das intelligente Binden des Gegners und das Ausspielen der Überzahl im Vordergrund.

  5. Abschlussspiel – „Barca Rolle“ (20 min): Das große Finale im 5-gegen-5 auf zwei Kleinfeldtore. Das Team mit Torerfolg blieb auf dem Feld, während das verlierende Team direkt von der Grundlinie durch den nächsten Herausforderer abgelöst wurde. Maximale Intensität, Umschaltmomente und pure Spielfreude rundeten das Training ab.



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Beim FC Blau-Weiß Leipzig gibt es mit der 3. Einheit auch ein Talentetraining. Dafür suchen wir immer begeisterte Trainerinnen und Trainer. Wenn du mal vorbeischauen möchtest, meldet dich gern unter trainer@bwleipzig.de!

 
 
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